Mal auf´s Dach steigen

Heute wollen Gina und ich uns Hamburg mal von oben ansehen. Denn ab 18.00 Uhr findet im Hamburger Stadtteil St. Pauli eine Führung auf den Bunker an der Feldstraße statt.

Sonja Brier, eine der Initiatorinnen des geplanten Begrünungsprojektes für den Bunker, macht die Führung.

Der ehemalige Flakbunker an der U-Bahnstation Feldstraße in St. Pauli.

Der ehemalige Flakbunker an der U-Bahnstation Feldstraße in St. Pauli.

Sonja Brier ist eine der InitiatorInnen des Projekt

Sonja Brier ist eine der Initiatorinnen des Projekt „Hilldegarden“ zur Begrünung des Bunkers an der U-Bahn Feldstraße.

Zusammen mit ungefähr zehn anderen Teilnehmern fahren Gina und ich dazu in den fünften Stock des Gebäudes. Dort steigen wir an dem Musik-Club „Terrace Hill“ aus. Er wirbt mit „entspanntem Abfeiern auf der grandiosen Terrasse“ mit Blick über die Dächer Hamburgs.

Und grandios ist der Eindruck hier oben wirklich. Zwar sind wir noch nicht ganz oben auf dem Bunker angelangt. Aber hier auf dem sogenannten „Kragen“, einer Plattform, die um das Gebäude herumgeführt ist, haben wir schon einen beeindruckenden Überblick über die Stadt.

Auf der einen Seite reckt sich der 280 Meter hohe Heinrich-Hertz-Turm, auch Telemichel genannt, in den Himmel. Weiter westlich schauen wir über das Heiligengeistfeld. Beim Winterdom vom 6.11. bis zum 6.12.15 wird es hier wieder voll werden. Dahinter können wir die Elbphilharmonie und die Hauptkirche St. Michaelis sehen.

Unten fließt der Verkehr der Hamburger Innenstadt um uns herum. Die Menschen strömen durch das Karoviertel, in die Laeiszhalle oder zur Reeperbahn. Doch hier oben scheint das alles eigentümlich weit weg zu sein.

Blick vom Bunker Richtung Fernsehturm und Außenalster.

Blick vom Bunker Richtung Fernsehturm und Außenalster.

Von dem relativ tristen Beton-Balkon schauen Gina und ich auf das Panorama Hamburgs. Hier sowie auf den breiten Eckterrassen des Bunkers sollen zukünftig Pflanzen sprießen!  Werden hier farbenfrohe Blumen blühen, Weinreben ranken oder üppige Büsche wuchern? Immer neue Bilder tauchen in meinem Kopf auf.

Dann geht es noch weiter hinauf. Sonja führt unsere Gruppe über eine Außentreppe nach ganz oben. Jetzt sind wir auf dem Dach. Auch hier ist Begrünung geplant, wenn die insgesamt 38 Meter hohen Aufbauten beendet sind. Ich freue mich schon sehr darauf!

Die Wendeltreppe im Inneren des Bunkers. Im Zweiten Weltkrieg gab es hier kein Eisengitter.

Die Wendeltreppe im Inneren des Bunkers. Im Zweiten Weltkrieg gab es hier kein Eisengitter.

Über die Wendeltreppe gehen wir zurück nach unten. Während des Krieges gab es das eiserne Treppengeländer nicht. Das führte oft zu Abstürzen, wenn die Menschen voller Angst vor den Bombenangriffen hier Schutz suchten.

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