Kontrastprogramm – vom Erinnern und Planen und einem Spinathut

Heute geht´s mal nicht ins Grüne. Denn Grün gibt es an der U-Bahn-Haltestelle „Feldstraße“, wo ich mit Gina aussteige, nicht sehr viel. Doch das soll sich bald ändern, denn der Bunker hier neben der U-Bahn im Stadtteil St. Pauli soll begrünt werden.

Im Oktober 2013 kam zwei Anwohnern des Viertels, Mathias Müller-Using und seiner Nachbarin Sonja Brier der Gedanke, man könne doch das Dach des Bunkers begrünen. Und es blieb nicht beim Gedankenspiel. Bald hatte sich ein Team von Interessierten zusammengefunden, das das Projekt „Hilldegarden“ gründete.

Inzwischen geht es dabei um ein umfangreiches Bauprojekt, bei dem durch einen mehrstöckigen Aufbau 8000 Quadratmeter öffentliche Grün- und Gemeinschaftsflächen geschaffen werden sollen. Zugänglich gemacht werden sollen sie durch eine 300 Meter lange Rampe, die neben der U-Bahn Feldstraße beginnt und einmal um den ganzen Bunker führt.

Geplant ist die Schaffung von öffentlichen Räumen, eine Gedenkstätte zur Geschichte des Bunkers, ein Amphitheater und ein 1000 Quadratmeter großer Kultursaal.

Geplant ist die Schaffung von öffentlichen Räumen, eine Gedenkstätte zur Geschichte des Bunkers, ein Amphitheater und ein 1000 Quadratmeter großer Kultursaal.

Durch den geplanten Aufbau soll der ehemalige Flakbunker in der Feldstraße von 37,29 m auf rund 58 m erhöht werden.

Durch den geplanten Aufbau soll der ehemalige Flakbunker in der Feldstraße von 37,29 m auf rund 58 m erhöht werden.

Nach und nach entstand in einem offenen Beteiligungsprozess mit den Anwohnern und interessierten Bürgern ein umfassendes Konzept. Diese Planung überzeugte den Erbpächter und Investor Thomas Matzen, so dass sie voraussichtlich im Oktober den Architekten übergeben werden kann. Der Beginn der Bauarbeiten ist auf Januar terminiert.

Anstehen für ein Konzert im

Anstehen für ein Konzert im „Uebel & Gefährlich“ – bisher wird der Bunker von Musikfirmen und Clubs genutzt.

Der Bunker soll zukünftig noch viel grüner werden.

Der Bunker soll zukünftig noch viel grüner werden.

Mit den Umbauten verbunden sind viele innovative Ideen, die dabei umgesetzt werden sollen. So sind Windenergie-, Wärmegewinnungs- und Wasseraufbereitungskonzepte geplant.

Besonders spektakulär wird aber die Begrünung wirken. Sie bildet einen wunderbaren Kontrast zur dortigen innerstädtischen Architektur und wird sicherlich zu einer großen Bereicherung für die Stadt werden.

Das Interesse in der Bevölkerung ist groß. Das führte auch zu einem neuen Namen für den Aufbau. Er wird jetzt scherzhaft als „Spinathut“ bezeichnet. Große Hoffnungen ruhen auf diesem grünen Hut. Anfang 2017 – ungefähr zeitgleich mit der Elbphilharmonie – soll er fertig sein.

Ich liebe den innerstädtischen Bereich in Hamburg. Es gibt dort so große Vielfalt. Aber oft fehlt mir nach einer Weile das Grün. Hier können sich Interessierte an seiner Gestaltung beteiligen.

Ein faszinierendes Projekt!

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